Präqualifizierung

Präqualifizierung

Ein Verfahren für Leistungserbringer im Hilfsmittelbereich

Gemäß §126 Abs. 1 Satz 3 SGB V wurden Anforderungen bezogen auf die Eignung zur ausreichenden, zweckmäßigen und funktionsgerechten Herstellung, Abgabe und Anpassung von Hilfsmitteln konkret erfasst. Als Leistungserbringer sind Sie verpflichtet, diese nachzuweisen und durch eine akkreditierte Präqualifizierungsstelle bestätigen zu lassen, um Hilfsmittelverträge mit Krankenkassen nach § 127 SGB V schließen zu können.

Das Präqualifizierungsverfahren dient dazu, Ihr Unternehmen bezüglich dieser grundsätzlichen Eignung zu prüfen. Hierzu sind nach Antragsstellung neben den allgemeinen Kriterien auch berufliche Qualifikationen der fachlichen Leiter sowie spezifische Kriterien nachzuweisen. Diese hängen weitestgehend von Ihren beantragten Versorgungsbereichen oder auch Vertriebswegen ab.

Kommt nach Prüfung Ihrer Unterlagen die 3cert zu einem positiven Ergebnis, spricht sie die Präqualifizierung aus. Sie erhalten darüber ein Zertifikat mit den genehmigten Versorgungsbereichen.

Zudem senden wir diese Informationen an den GKV-Spitzenverband, damit die gesetzlichen Krankenkassen nachvollziehen können, für welche Versorgungsbereiche Sie durch die 3cert präqualifiziert wurden.

Dies führt zu einer gleichmäßigen Rechtsanwendung, außerdem zu einer deutlichen Verwaltungsvereinfachung sowie zu mehr Transparenz und Planungssicherheit im Hilfsmittelbereich.

Vorteile:

  • Die Präqualifizierungsbestätigungen von akkreditierten Präqualifizierungsstellen sind von allen Krankenkassen anzuerkennen.

 

  • Die Präqualifizierungsbestätigungen sind, wenn keine Änderungen eintreten, fünf Jahre gültig.

Gern erläutern wir Ihnen die Vorgehensweise im Präqualifizierungsverfahren und unterbreiten Ihnen unser Angebot.

Häufig gestellte Fragen

Hat die 3cert GmbH eine Beschwerdestelle eingerichtet?

Um den Antragsstellern bei Zweifelsfragen die Möglichkeit einer außergerichtlichen Klärung zu bieten, hat die 3Cert GmbH eine Beschwerdestelle eingerichtet.

Falls Sie der Meinung sind, dass Beurteilungen in einem Präqualifizierungsverfahren ungerechtfertigt sind, können Sie eine Beschwerde einlegen. Die begründete Beschwerde muss innerhalb von 4 Wochen ab Zustellung der Entscheidung eingereicht werden. Die Beschwerdestelle prüft dann die Rechtmäßigkeit der Ausgangsentscheidung und entscheidet innerhalb von 6 Wochen nach Eingang der Beschwerde. Das Ergebnis wird dem Beschwerdeführer schriftlich übermittelt. Das Entgelt für das Beschwerdeverfahren umfasst 90 % der Kosten des Präqualifizierungsverfahrens, über welches Beschwerde eingelegt wird. Wurde eine ablehnende Entscheidung der PQS durch den Beschwerdeführer verursacht, (z.B. durch unvollständige Antragsunterlagen) trägt dieser die Gebühr für das Beschwerdeverfahren. Die unabhängige Beschwerdestelle der Präqualifizierungsstelle 3cert GmbH ist unter folgender Adresse zu erreichen: 3cert GmbH
Beschwerdestelle der PQS
Karlstrasse 30
44575 Castrop-Rauxel

oder per Mail unter:

beschwerdestelle@3cert.de

Eine Beschwerde kann schriftlich per Fax, per Post oder auf elektronischem Wege erfolgen.

Weitere Informationen finden Sie unter Downloads in dem Formular „Beschwerdeordnung“.

Wie lang ist die Präqualifizierungsbestätigung befristet?

Die Präqualifizierungsbestätigung ist grundsätzlich auf fünf Jahre befristet und bleibt wirksam, solange und soweit sie nicht zurückgenommen, widerrufen, aufgehoben oder auf andere Weise erledigt ist.

Wie läuft ein Präqualifizierungsverfahren bei der 3cert GmbH ab?
  1. Das Präqualifizierungsverfahren wird durch einen schriftlichen Antrag des Leistungserbringers eingeleitet. Der Antrag kann sich auf den Erwerb der Präqualifizierungsbestätigung, ihre Aufrechterhaltung, ihre Änderung oder ihre Erweiterung beziehen. Dieser ist kostenlos abrufbar unter www.3cert.de oder kann auf Wunsch des Antragsstellers per Post oder E-Mail versandt werden.
  2. Die 3cert GmbH prüft die Antragsunterlagen auf Vollständigkeit und fordert den Antragsteller in einer gesetzten Frist gegebenenfalls zur Nachreichung fehlender Unterlagen und Angaben auf. Diese Frist kann auf Verlangen des Antragstellers einmalig verlängert werden. Bei erfolgslosem verstreichen lassen dieser Fristen durch den Antragsteller lehnt die 3cert GmbH den Präqualifizierungsantrag ab.
  3. Die 3cert GmbH teilt dem Antragsteller mit, ob gegebenenfalls besondere Maßnahmen, z.B. Betriebsbegehungen, zur Prüfung der Voraussetzungen gemäß §126 Absatz 1 Satz 2 SGB V beim Antragsteller erforderlich sind und koordiniert die Durchführung dieser Maßnahmen mit beauftragten Dritten dieser Bedingungen binnen vier Wochen.
  4. Kommt die 3cert GmbH zu dem Ergebnis, dass der Antragsteller die Anforderungen nach § 126 Absatz 1 Satz 2 SGB V in dem vom ihm beantragten Versorgungsbereich oder Teilbereich erfüllt, bestätigt sie dem Leistungserbringer seine grundsätzliche Eignung zum Abschluss von Versorgungsverträgen mit den Krankenkassen gemäß § 126 Absatz 1a Satz 2 SGB V durch Erteilung der Präqualifizierungsbestätigung binnen acht Wochen, nach Vorlage der vollständigen und widerspruchsfreien Unterlagen durch den Leistungserbringer, nicht jedoch vor Zahlung des Entgelts.
  5. Soweit die 3cert GmbH beabsichtigt, den Antrag zurückzuweisen, wird sie dem Antragsteller dies unter Angabe der voraussichtlichen Ablehnungsgründen mitteilen und ihm eine Frist zur Stellungnahme einräumen.
  6. Gegen die Entscheidung der 3cert GmbH über den Antrag auf Präqualifizierung kann der Leistungserbringer Beschwerde dieser Bedingungen einlegen.
  7. Sämtliche Antragsunterlagen verbleiben nach Abschluss des Präqualifizierungsverfahrens bei der 3cert GmbH.
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