AZAV Träger- und Maßnahmenzulassung

Zertifizierung nach AZAV

Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung nach dem SGB III zur Verbesserung der Eingliederungschancen am Arbeitsmarkt.

Trägerzulassung nach AZAV

Der Gesetzgeber möchte mit dem Zulassungsverfahren die Qualität von Arbeitsmarktdienstleistungen erhöhen. Gleichzeitig soll die Effizienz des arbeitsmarktpolitischen Fördersystems verbessert sowie Transparenz und Vergleichbarkeit unter den Arbeitsmarktdienstleistern geschaffen werden

Wenn Sie als Bildungsträger oder Arbeitsvermittler Vergabe- und Gutscheinmaßnahmen zur Arbeitsförderung in den folgenden 6 Fachbereichen

 

  • Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung
  • Ausschließlich erfolgsbezogen vergütete Arbeitsvermittlung
  • Maßnahmen der Berufswahl und Berufsausbildung
  • Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung
  • Transferleistungen
  • Maßnahmen zur Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben

durchführen möchten, benötigen Sie eine Trägerzulassung nach AZAV.

Im Rahmen der Trägerzulassung findet durch die 3cert GmbH als akkreditierte fachkundige Stelle eine Dokumentenprüfung sowie ein Vor-Ort-Audit bei Ihnen statt, um zu prüfen, ob Sie den Anforderungen des SGB III und der AZAV nachkommen.

Es besteht die Möglichkeit, die Trägerzulassung nach AZAV mit weiteren Managementsystemen (z.B. ISO 9001) zu kombinieren und so ein integriertes Managementsystem aufzubauen.

 

MASSNAHMENZULASSUNG nach AZAV

Grundvoraussetzung für eine AZAV-Maßnahmenzulassung ist eine AZAV-Trägerzulassung. Die Maßnahmenzulassung ist erforderlich für die oben genannten Fachbereiche 1 und 4:

  • Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederungnach § 45 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 bis 5 des Dritten Buches Sozialgesetzbuch. Diese werden über den Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein gefördert.
  • Maßnahmen der beruflichen Weiterbildungnach dem vierten Abschnitt des Dritten Kapitels des Dritten Buches Sozialgesetzbuch, § 81. Diese werden über den Bildungsgutschein gefördert.

Bei einer Maßnahmenzulassung handelt es sich um eine reine Dokumentenprüfung. Hierbei ist durch Sie als Träger nachzuweisen, dass für das geplante Bildungsziel die notwendige Arbeitsmarktrelevanz gegeben ist, das Maßnahmenkonzept eine erfolgreiche Teilnahme erwarten lässt, zweckmäßig sowie wirtschaftlich und sparsam ist und angemessene Teilnahmebedingungen bietet.

Gerne erläutern wir Ihnen die Vorgehensweise im Zulassungsverfahren und unterbreiten Ihnen unser Angebot.

Auf unserer Download – Seite finden Sie alle notwendigen Anträge und Formulare.

Häufig gestellte Fragen

Trägerzulassung:

Wer benötigt eine Zertifizierung nach §§ 178, 179 SGB III in Verbindung mit der AZAV?
Für welche Fachbereiche ist eine AZAV-Zulassung möglich?
Kann/muss das QMS von dem Bildungsträger selbstständig erstellt werden?
Wer benötigt eine Zertifizierung nach §§ 178, 179 SGB III in Verbindung mit der AZAV?

Alle Träger von Maßnahmen der Arbeitsförderung benötigen eine Zulassung durch eine Fachkundige Stelle, ebenso Arbeitsvermittler, die Ihre Leistungen über die Vermittlungsgutscheine abrechnen wollen. Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung und Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung benötigen zudem eine gesonderte Zulassung.

Die Anforderungen an Fachkundige Stellen sowie an Bildungsträger sind in der Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung (AZAV) geregelt.

Eine Zertifizierung nach BQM-Standard und/oder nach ISO 9001 ersetzt nicht die Zertifizierung nach AZAV, gilt auch nicht als deren Voraussetzung.

Weitere Informationen zur Zulassung finden Sie hier

Für welche Fachbereiche ist eine AZAV-Zulassung möglich?

Die AZAV unterscheidet sechs verschiedene Fachbereiche:

  1. Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung nach § 45 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 bis 5 des Dritten Buches Sozialgesetzbuch,
  2. ausschließlich erfolgsbezogen vergütete Arbeitsvermittlung in versicherungspflichtige Beschäftigung nach § 45 Absatz 4 Satz 3 Nummer 2 des Dritten Buches Sozialgesetzbuch,
  3. Maßnahmen der Berufswahl und Berufsausbildung nach dem Dritten Abschnitt des Dritten Kapitels des Dritten Buches Sozialgesetzbuch,
  4. Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung nach dem Vierten Abschnitt des Dritten Kapitels des Dritten Buches Sozialgesetzbuch,
  5. Transferleistungen nach den §§ 110 und 111 des Dritten Buches Sozialgesetzbuch,
  6. Maßnahmen zur Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben nach dem Siebten Abschnitt des Dritten Kapitels des Dritten Buches Sozialgesetzbuch.

Die Zulassung muss mindestens für einen Bereich erfolgen, kann aber auch alle Fachbereiche umfassen.

Kann/muss das QMS von dem Bildungsträger selbstständig erstellt werden?

Jeder Bildungsträger muss als Voraussetzung für die Zertifizierung nach AZAV ein bereits wirksames oder neu erstelltes Qualitätsmanagementsystem nachweisen. Das QMS kann eigenständig oder durch externe Berater erstellt werden. Die Zertifizierungsstelle kann dabei nicht behilflich sein, weil die Zertifizierungs- und die Beratungsfunktionen streng getrennt sein müssen.

Maßnahmenzulassung:

Welche Maßnahmen können nach AZAV zugelassen werden?
Welche Maßnahmen können nach AZAV zugelassen werden?

Für die „Förderung der beruflichen Fort- und Weiterbildung“ (FbW) ist im § 180 SGB III festgelegt worden, welche Maßnahmen zur beruflichen Fort- und Weiterbildung zählen und welche nicht. Zusätzliche Informationen hierzu bietet auch die Definition der beruflichen Weiterbildung im Sinne des § 180 SGB III.

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